Als die Neunziger von „Basketball-Spiel" sprachen, erwartete niemand Tiefgang. 3 Point Basketball auf DOS ist genau das, was der Name verspricht — einfach, geradlinig, keine unnötigen Schnörkel. Du schießt einfach Dreier, oder simulierst es vielmehr.

Das ist kein Match im modernen Sinne. Es ist eine Sammlung von Trainings-Szenarien und Herausforderungen, bei denen du gegen Gegner-Archive antrittst, während du deinem Schützen beim Zielen aufs Körbchen zuschaust. Die Steuerung neigt zur Minimalismus — wähle einen Charakter, drehe den Ball und warte auf das Ergebnis. Die Grafik ist getönte Geometrie, die sich nicht entschuldigt, und genau da liegt sein Reiz. Die Sounds sind so spärlich, dass sie fast das Schärfste auf dem ganzen Bildschirm sind.
Was das Spiel spielbar macht, ist die unkomplizierte Einfachheit ohne Umschweife. Es gibt hier keine Timer, Animationen oder Drama — nur die Prozentsätze, die auf dem Bildschirm aufblinken. Wenn du einen Shot versenkt, ist das überhaupt nicht feiernswert. Keine Fanfaren, keine brüllende Arena. Es ist Schießen und Zahlen, fertig. Das klingt vielleicht langweilig, aber damals war es ein aufstrebender Trend — pure Mechanik ohne RAM zu verschwenden. Doch selbst aus dieser Perspektive fühlt sich das Spiel etwas veraltet an — es fehlt die Physik-Genauigkeit, die man erwarten würde. Dreier fliegen fast jedes Mal auf die gleiche Weise rein.
3 Point Basketball ist kein Denkmal der Basketball-Gaming-Geschichte. Es ist nicht mal besonders selbstbewusst — es existiert einfach als ruhiger Versuch von jemandem, der diesen Sport in die neunziger Computer bringen wollte. Du würdest es ganz vergessen, wenn es nicht die Tatsache gäbe, dass jedes Spiel, das damals Sport versuchte, zumindest einen neugierigen Blick wert war.
Es heute zu spielen bedeutet, sich auf einen alten Stuhl zu setzen und sich daran zu erinnern, wie furchtbar langsam alles war — sogar die Ladebildschirme. Aber wenn dir stille, schnörkellose Ausdauer gefällt, verbringe etwas Zeit hier. Du wirst es nicht für seine Qualitäten in Erinnerung behalten, sondern einfach deshalb, weil es hier etwas zu tun gibt.