Ein glitschiger Typ namens Sid findet sich in einer Situation wieder, die jeder Spieler von Achtziger-Jahren-Action kennt: Er muss eine Serie von groteskhaft einfachen Leveln überstehen und am Leben bleiben. Slippery Sid ist ein typisches britisches Computer-Spiel für ZX Spectrum — klein, eigensinnig und ohne den geringsten Versuch, mehr vorzutäuschen als das, was es ist.

Es ist ein Platformer, was bedeutet: Springen, Rennen, Dinge sammeln und vor Gefahren fliehen. Sid rutscht über Eis oder etwas ebenso Rutschiges — daher kommt wahrscheinlich sein Spitzname. Die Steuerung ist geradlinig: Links und rechts bewegen, springen, und hoffen, dass dich mörderische Wände, fallende Objekte oder irgendein merkwürdiger Feind nicht erwischt. Die Grafik ist das, was man vom Spectrum erwartet: farbige Blöcke, einfache Formen, manchmal etwas, das einer Spielfigur ähneln könnte. Musik oder Soundeffekte rauchen eher passiv im Hintergrund vor sich hin.
Die Spielbarkeit ist hier keine Frage des finalen Feinschliffs. Das Verhalten der Figur, die du steuerst, hat ihre Logik, auch wenn nicht immer angenehm. Das Springen erfordert Gefühl und Timing — du triffst es oder nicht. Unstimmigkeiten mit der Physik sind seltsam, aber das ist eher Teil des Zaubers als ein Fehler. Das Spiel hat nicht den Anspruch, ein neuer Hit zu sein; es ist eine Aufgabe für den Nachmittag, und wenn du es als solche nimmst, hat es seinen Charme.
Slippery Sid ist keine besonders bahnbrechende Spiel, aber das ist kein Argument dagegen. Es ist ein reines Beispiel dafür, wie die Achtziger in britischen Haushalten aussahen — ein unsicherer Versuch der Unterhaltung, der darin bestand, dass du versuchtest, etwas Einfaches zu tun, ohne dass dein Computer in Flammen aufging. Es ist nicht als großer Knall in der Erinnerung von Spielern geblieben; es war eines von Tausenden kleinen Spielen, die auf Kassetten und fragwürdig aussehenden Discs verkauft wurden.
Heute hat so ein Spiel seine Nostalgie — nicht weil es außergewöhnlich war, sondern weil es eine authentische Probe der Zeit ist. Wenn du es im Emulator oder im Browser startest, ist es nicht so sehr eine Retro-Erfahrung, dass dich fasziniert — es ist eher dokumentarisch. Du siehst, wie kreative Grenzen aussahen, wie der Entwickler mit dem Speicher umging, und du hast das Gefühl, gerade ein Foto aus einer Garage geöffnet zu haben, in der es entstand.