Die Hillbillys sind in die Stadt gezogen — und die Adventure-Entwickler bei Synergistic Software haben das zum Anlass genommen, eine Lizenzierung zu wagen, die sich anfühlt wie eine Hausaufgabe, die man übers Wochenende erledigt hat.

The Beverly Hillbillies ist ein Point-and-Click-Adventure aus dem Jahr 1993, das sich an die gleichnamige amerikanische Sitcom anlehnt. Die Familie Clampett, mit ihrem plötzlichen Reichtum aus Öl bewaffnet, stolpert von Tennessee in die Villen Kaliforniens — und natürlich entsteht Chaos. Auf dem Papier klingt das nach Material für etwas Unterhaltsames. In Wirklichkeit sitzt du vor einem Adventure, das sich anfühlt, als hätte man die Serie in eine Agenda-Hölle gepresst, in der jeder Witz zweimal erklärt werden muss.
Die Mechaniken sind das Standard-Inventar der Ära: Klick hier, nimm das, kombiniere das mit jenem. Die Rätsel sind nicht böse, nur... flach. Sie funktionieren, aber sie stellen dich nie vor echte Probleme. Die Grafik ist datierbar, die Animationen sparsam, und die Musik füllt den Raum aus, ohne ihn zu erfüllen. Das größte Problem: Die Komik hängt fast ausschließlich an den Vorwissen über die Serie. Wenn die Anspielungen nicht sitzen, bleibt nur ein ziemlich farbloses Adventure zurück.

Anfang der neunziger Jahre warfen Spiele-Verlage mit Filmlizenzen um sich wie ein reicher Trottel mit Geld. Beverly Hillbillies ist ein klassisches Kind jener Zeit: eine Marke, schnell monetarisiert, ohne echten Respekt vor dem Material oder den Spielern. Die Serie war kultiger als das Spiel je sein könnte.

Heute ist das Spiel eine Fußnote — interessant nur für Sammler oder Nostalgiker, die testen wollen, wie eng die Grenzen waren. Wer es spielen will, sollte realistische Erwartungen haben: Das ist kein Adventure, das dir etwas beweisen will. Es ist eine zuverlässige mittelmäßigkeit in 256 Farben.