Ein klassischer Puzzle-Platformer aus den neunzigern, der sich die besten Bits von Bust-a-Move schnappte und sie in eine unbeholfene Box stopfte. Bubble Dizzy weiß einfach nicht, was es sein will — es versucht gleichzeitig ein Bubble-Quiz und ein Platformer zu sein, und scheitert kläglich bei beiden.

Du spielst als irgendwelche Charakter (der Storybook Dizzaur oder so), der sich durch Level voller bunter Blasen schleppt. Die Prämisse klingt simpel: Du schießt gleichfarbige Blasen auf Gruppen, damit sie verschwinden. Aber statt vorhersehbarer Logik wie beim echten Taito-Original verhalten sich die Blasen hier ziemlich chaotisch. Wenn sie fallen, kannst du nicht vorhersagen, wo sie landen. Es gibt keine Physik — es ist eher wie Roulette.
Die Steuerung ist gar nicht schlecht, aber wenn du ohne Handbuch reinhüpfst, dauert es eine Weile, bis du rausfindest, in welche Richtung sich Dinge in welche Richtung bewegen. Der Charakter sitzt auf der Plattform ganz anständig, aber das Platforming selbst ist nicht besonders interessant — es geht nur darum, sich zwischen Blasen durchzuquetschen. Der Spaß sollte vom Puzzle-Element kommen, und genau da bricht es zusammen. Level rollen vorbei ohne Schwierigkeitskurve, ohne Lernfortschritt. Blasen fallen, du wartest, dass etwas passiert, und dann ist es vorbei.
Die Grafiken halten sich an DOS-Minimalismus — sie sind keine Pixel-Art-Meisterwerke; sie sehen eher aus, als hätte das jemand Montagmorgen codiert und Dienstagmittag verschickt. Die Soundeffekte existieren irgendwo im Hintergrund, nichts, das man sich merken würde.

Bubble Dizzy ist ein typisches Mid-Tier-Spiel der neunziger — es existiert, es funktioniert, aber es gibt keinen Grund, es heute zu spielen. Damals war es eine Option, wenn du eine Handvoll Spiele auf deinem PC hattest und sie tatsächlich spielte. Jetzt, wo du Klassiker wie Bust-a-Move oder Puyo Puyo herunterladen kannst, kann diese Rarität nicht konkurrieren. Es im Browser spielen? Klar, für die Geschichte und die Neunziger-Vibes — aber nicht aus Spaß.