Der rosarote Panther stammt nicht aus einem Spiel, sondern aus dem Vorspann einer Filmkomödie von 1963 und bekam danach eigene Zeichentrickfolgen — stumme. Im deutschen Fernsehen wurden diese Folgen später mit gereimten Kommentaren aus dem Off unterlegt, während die Figur selbst weiter schwieg. Genau dieses Schweigen macht sie für Spiele brauchbar: Wer sich nur über Bewegung ausdrückt, passt in ein Jump-and-Run, in dem jedes Hindernis ein Gag sein darf.
Pink Goes to Hollywood setzt das am deutlichsten um. Die Figur läuft durch Filmkulissen, und jeder Abschnitt leiht sich ein anderes Genre: Western mit Loren und Schienen, Gruselhaus, Raumschiff. Mit dem Hintergrund wechselt auch die Aufgabe — mal geht es um genaues Springen, mal ums Finden des Wegs, mal schlicht ums Weglaufen. Der Witz sitzt dabei in der Animation und nicht in einem Text, denn gesprochen wird auch hier nichts.
Vom Trickfilm zur Kindersoftware
Die späteren Titel zielten offen auf jüngere Spieler und entfernten sich vom Arcade-Jump-and-Run. The Pink Panther: Passport to Peril ist ein Adventure, das um eine Reise herum gebaut ist und an jedem Ziel eine andere kleine Aufgabe verteilt; The Pink Panther: Hokus Pokus Pink ist ein Jump-and-Run für unterwegs, in kurze Abschnitte zerlegt. Der Unterschied zwischen den Teilen liegt also nie in der Handlung, sondern darin, ob die Entwickler das Timing des stummen Trickfilms übernommen haben oder nur das Gesicht auf der Packung. Dazu kommt der allgemeine Eintrag Pink Panther.
Diese Einträge lassen sich hier ohne Installation direkt im Browserfenster starten: der allgemeine Pink-Panther-Eintrag und das Kulissen-Jump-and-Run Pink Goes to Hollywood. Das Reise-Adventure und der Handheld-Ableger sind als Profilseiten mit Beschreibung und Bildern eingetragen.

