
Die Lizenz zu Dune spaltete sich 1992 auf eine Weise, die es so selten gibt. Das französische Studio Cryo arbeitete an einer Adaption, der Verleger Virgin zweifelte am Ergebnis und gab parallel eine zweite Umsetzung bei Westwood in Auftrag. Beide erschienen am Ende. Dune von Cryo ist überwiegend erzählend: Man fliegt im Ornithopter zwischen Siedlungen, spricht mit Figuren und teilt Fremen-Stämmen zu, ob sie Gewürz ernten oder zu Kämpfern ausgebildet werden sollen.
Das andere Spiel begründete ein Genre. Dune II: The Building of a Dynasty brachte zusammen, was vorher niemand in einem Titel vereint hatte: einzelne Einheiten per Maus auswählen, eine Basis aus einem Menü am Bildschirmrand errichten, eine Wirtschaft, die auf dem Abbau eines gefährdeten Rohstoffs beruht, und eine Feldzugskarte zur Wahl des nächsten Auftrags. Die drei Häuser verfügen über unterschiedliche Einheiten und Endwaffen, weshalb dasselbe Gelände je nach Partei anders zu spielen ist. Im deutschen Handel lief der Titel als Kampf um Arrakis.
Von der Maus auf das Gamepad
Die Konsolenfassung Dune 2: Battle for Arrakis musste die gesamte Bedienung für ein Gamepad ohne Zeigegerät neu schreiben, was einem Spiel, das auf genaues Anklicken gebaut ist, deutlich anzumerken ist. Dune 2000 erzählte dieselbe Kampagne mit gefilmten Zwischensequenzen noch einmal, und Emperor: Battle for Dune überführte alles in räumliche Grafik und ließ verbündete Fraktionen neben dem eigenen Haus antreten.
Für diesen Katalog gilt: Dune II startet direkt im Browserfenster über den eingebauten Emulator, und zwar in zwei getrennt geführten Fassungen, ohne Installation und ohne Zusatzprogramm. Das Adventure von Cryo, die Konsolenumsetzung, die Neuauflage von 1998 und die späteren Teile sind als Profile mit Beschreibung und Bildern angelegt.